Frankfurter Flieder - Syringa vulgaris - ist eine Flieder-Züchtung des Frankfurter Gärtnermeisters Wilhelm Sinai (1894 -1982), die sich noch heute in den Vorgärten des Frankfurter Westends und Nordends findet. 1919 trat "Willi" Sinai in das Gärtnerei-Geschäft seines Vaters Friedrich Sinai ein. Die Frankfurter Gärtnerei ist heute ein Park an der Eschersheimer Landstraße.
Anmerkung von Thomas Södler, Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen:
Die Flieder von Willi Sinai und seinem Gartenbaubetrieb wurden über viele Jahre produziert und überregional bzw. sogar weltweit vermarktet. Seine Sorten waren alles eigene Selektionen von Syringa vulgaris auf der Basis seiner Züchtung „Herman Eilers" aus dem Jahr 1913. Über Jahrzehnte wurden diese Sinai-Flieder dann ohne Sortenbezeichnung als sog. „Frankfurter Flieder" in die ganze Welt exportiert. Davon gab es verschiede Farbsports wie „Sinai lila", Sinai blau", Sinai weiß" usw.
Die Flieder mit der Bezeichnung „Sinai hellila" sind mit der Ur-Sorte „Hermann Eilers" identisch und wurde international mit den Synonymen „Beauty of Frankfurt", „Pink Beauty of Frankfurt", „Frankfurter Flieder" und auch „Schöne von Frankfurt" vermarktet.
Die von Ihnen beschrieben Fliederstöcke in der Umgebuung vom Sinai-Park sind also ganz oft die Sorte „Hermann Eilers" und somit eine Züchtung der Gärtnerei Sinai.
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